Berichte
Bodensee-Kanumarathon 2011 PDF Drucken
Touren-/Seekajak - Berichte
Auch in diesem Jahr waren die Ulmer Paddler wieder erfolgreich vertreten beim Bodensee-Kanumarathon. Bei internationaler Beteiligung erreichte Kerstin Rümke den dritten Platz bei den Damen, Jürgen Kastner belegte Platz 28 bei den Herren. Auf der Halbmarathonstrecke fuhr Wolfgang Holl auf Platz 31.


 
Wesermarathon 2011 PDF Drucken
Touren-/Seekajak - Berichte
135 km auf der Weser an einem Tag? Warum nicht ... nach unserem konsequenten Wintertraining sollte das doch machbar sein. Also auf zum Wesermarathon 2011!

Um 6 Uhr in der Frühe ging´s ganz offiziell los. Die Fuldaschleuse in Hann. Münden öffnete ihre Tore und es fand sich noch Platz für unsere langen Seekajaks. Während der Schleusung hatten wir genug Zeit, nochmals alle Bananen, Müsliriegel und Trinkflaschen zu sortieren. An der Verpflegung würden wir jedenfalls nicht scheitern. Um uns herum lauter vergnügte, erwartungsvolle, aber auch zweifelnde Blicke. Alle schienen mit ihren eigenen Gedanken an die bevorstehende Tour beschäftigt zu sein.



Nur wenige Paddelschläge hinter der Schleuse traf die Fulda mit der Werra zusammen und bildete dort den offiziellen Weserursprung. Der dortige Pegelturm verhieß aber nichts Gutes: 1,20 Meter bedeuteten extremes Niedrigwasser. Schon bei der Anmeldung am Vortag erklärte man uns, dass es in der Geschichte des Wesermarathons wohl noch nie so wenig Wasser gegeben hätte. Okay, das wird hart bis Hameln (Strecke: 135 km). Tatsächlich war die Strömung sehr gemächlich, für einen Stundenschnitt von 10 km musste man schon ordentlich arbeiten.

Trotzdem genossen wir die morgendliche Stimmung auf dem landschaftlich sehr reizvollen Fluss. Keine Industrie säumte den Fluss, nur Dörfer und kleine Städte kamen gelegentlich in Sicht. Auch sonst zeigte sich das Weserbergland von seiner schönsten Seite, und das Wetter war zumindest am Vormittag noch absolut perfekt. Sogar der Wind machte mit und schob überwiegend von hinten.



Von den angeblich 1300 Teilnehmern sahen wir nicht allzu viel. Die wenigsten hielten sich an die offizielle Startzeit (trotz der Bezeichnung "Wesermarathon" war es kein Wettkampf, sondern eine reine Wanderfahrt), und so verteilten sich die Teilnehmer auf dem großen Fluss und der langen Strecke. Übrigens waren auch viele Ruder- und Drachenboote mit auf dem Wasser, den Großteil der Teilnehmer stellten aber die Paddler. Alles war vertreten vom schnellen Rennkajak über schnittige Seekajaks, gemütliche Tourenzweier und Familiencanadier bis hin zum großen Mannschaftsboot. Erst beim Pausieren wurde uns die Dimension der Veranstaltung klar: Die lange Schlange der Wassersportler zog kontinuierlich an uns vorbei und nahm kein Ende.

Gegen Mittag wurde es unangenehm heiß. Keine Wolke war zu sehen am strahlend blauen Himmel, und auch gegen eine kleine Gegenwindbrise hätten wir nichts einzuwenden gehabt. Spätestens jetzt stand für uns fest, dass wir nicht bis Hameln paddeln würden - es gab ja noch das "Silberziel" in Holzminden nach 80 km (die "Bronzestrecke" endet in Beverungen nach 52 km, Gold gibt´s für die 135 km bis Hameln). Schon in Beverungen hatten etliche Teilnehmer die Tour beendet, nur wenige paddelten von Holzminden weiter bis Hameln.

In Holzminden herrschte Volksfeststimmung. Das Ufer war weithin belegt mit Booten und parkenden Autos (allesamt mit Dachträger). Zahlreiche Verpflegungsstände ließen keine Wünsche offen. Unser Auto hatten wir schon am Vortag in weiser Voraussicht in Holzminden abgestellt (für den Shuttleservice sorgte der Veranstalter mit zwei Reisebussen). Also konnten wir ganz entspannt den Tag ausklingen lassen.



Zeit genug also für ein sehr positives Resumé unserer Weser-Erkundung. Auf dem Zeltplatz des Mündener Kanuclubs fühlten wir uns pudelwohl:



Hann. Münden ist eine wunderschöne Stadt mit unzähligen Fachwerkhäusern, und am Wesermarathonwochenende traf man dort an jeder Ecke etliche Paddler (erkennbar am wasserdichten Beutel in der Hand, am DKV-Wimpel auf dem Fleecepulli oder einfach an den typischen Outdoor-Klamotten). Den Samstag hatten wir übrigens im benachbarten Kassel verbracht: Dort fanden die Deutschen Meisterschaften im Kanumarathon statt. Welch ein Kontrast zum Wesermarathon: Ausschließlich Regattaboote waren auf dem Wasser, die Teilnehmer ausgestattet mit Trinksystem und GPS. Ein Rundkurs auf der Fulda musste mehrfach bewältigt werden, und in jeder Runde gab´s eine "Portage" von etwa 200 Metern: Raus aus dem Boot, Boot auf die Schulter, 200 Meter im Laufschritt, dann wieder möglichst schnell rein ins Boot und weiterpaddeln. Manche beherrschten das Ein- und Aussteigen regelrecht akrobatisch, viele gingen aber auch in der Eile baden. Welch ein Schauspiel!



Wer weiß, vielleicht sind wir irgendwann auch mal dabei. Diese "High End"-Variante des Kanumarathons ist für uns im Moment noch eine Nummer zu groß, aber man lernt ja nie aus! Wenn ihr uns also demnächst mit geschultertem Boot an der Donau entlang joggen seht, wisst ihr den Grund ...Zwinkernd

Kerstin Rümke
 
Fürstenberg-Almanach 2011 PDF Drucken
Touren-/Seekajak - Berichte
Im "Fürstenberg Almanach" von 2011, einer jährlich erscheinenden Chronik über die Ereignisse in Fürstenberg a.d. Havel, erschien der folgende Bericht über unsere dortigen Paddeltouren 2009 und 2010:

Paddler aus Ulm in Fürstenberg begeistert von der Kanu-Rutsche


von Kerstin Rümke und Ulrich Kasten

Unsere Hauptgewässer sind eigentlich eher die wilden Flüsse in der Schweiz, in Österreich und Oberbayern: der Oberrhein, der Inn, die Isar und die Ammer. Aber warum nicht zur Abwechslung mal die „Mecklenburger Seenplatte"? Also meldeten wir uns für die Teilnahme am „1000-Seen-Marathon" in Diemitz im September an. Wir Süddeutschen haben uns dort nicht blamiert: Ein erster Platz in der Damengruppe und einige gute Plätze in der Herrengruppe. Aber nur für einen Wettkampf eine so weite Anreise? Nein, es sollte schon etwas mehr sein.

So paddelten wir dann an einem Sonntag mit der untergehenden Sonne im Rücken durch die Schleusen Priepert und Steinförde in Richtung Fürstenberg, vorbei an alten Bootsschuppen am Rand der Havel und über kleinere und größere Seen. An den waldgesäumten Uferpartien stiegen Reiher mit langsamem Flügelschlag auf, um nach wenigen Metern wieder zu ,,landen". Andere aber blieben ruhig sitzen, um uns neugierig zu beäugen. Wir waren wohl nicht die einzigen Paddler an diesem Tag. Noch vor Dunkelheit und wohl mit der letzten Schleusung erreichten wir den Röblinsee, wo wir im Garten eines alten Paddelfreundes unsere Zelte aufschlugen. Der nächste Tag sollte uns gleich einen echten ,,Paddel-Leckerbissen" bescheren: die obere Havel von Kratzeburg bis zum Useriner See, keine 30 km von Fürstenberg entfernt. Es war eine Tour durch ein echtes Paddlerparadies, wo Motorboote weder uns noch den Frieden der Natur störten. Mal ging es durch enge verschilfte Flussabschnitte, dann wieder an urwaldartigen Uferpartien entlang. Plötzlich öffnete ein See den Blick in die Weite. Kleine Umtragestellen und Rastplätze luden zum Verweilen ein. Ein erster kleiner technischer Höhepunkt (ein weiterer größerer sollte in Fürstenberg folgen) war für uns die Lorenportage bei der Granziner Mühle, wo ein Landweg von etwa einem Kilometer mühelos überwunden werden konnte. Nach einigem Hin- und Herfahren mit unseren Autos beschlossen wir den Abend mit langen Erzählungen über vergangene und künftige Paddeltouren, verwöhnt von unserem vereinseigenen Meisterkoch Uli, der sich in der kleinen Küche unseres Gastgebers mal wieder so richtig austoben konnte. 



Am nächsten Tag starteten wir ausgeruht und auf schlechtes Wetter vorbereitet direkt vom Röblinsee aus zu einer Tour durch die Fürstenberger ,,Hausgewässer". Vorbei ging es an den alten Häusern der Fürstenberger Innenstadt, den gepflegten Gärten - fast meinte man, in Holland zu sein. Enten hockten verschlafen auf den Holzpfosten vor den Bootsschuppen. Einigen ausgelegten Angeln mussten wir aus weichen. Erwartungsvoll näherten wir uns dem technischen „Highlight": der Fürstenberger Bootsgasse. Knapp zwei Meter Höhenunterschied werden hier mit dem ,,Fisch-Kanu-Pass" überwunden, der so wohl seinesgleichen sucht.

Mit längs gelegten Paddeln glitten wir problemlos über den bootsschonenden ,,Noppenwasserteppich" in das Unterwasser. Selbst unser Faltboot kam wohlbehalten unten an, was bei derartigen Anlagen nicht selbstverständlich ist. Und so ganz nebenbei macht so eine ,,Rutschpartie“ auch richtig Spaß. Es ist schon etwas Besonderes, durch den Turbinenkeller eines alten Hauses (Bahnhofstraße 9) zu gleiten. Mit dem Treidelweg kann man diese Anlage auch flussabwärts nutzen. Unser Gewässerreferent Klaus konnte sich gar nicht satt sehen und machte zahlreiche Fotos zur Vorlage bei unseren heimischen Gewässerbehörden.



Hier ein kleiner ,,Besser-Wessi"-Vorschlag: An dem netten, aber zu kleinen Hinweisschild zur Kanutreppe wird wohl mancher einfach vorbeipaddeln. Wie wäre es mit einem größeren Schild - etwa in der Höhe des ,,Hauses an der Havel" - mit folgendem Hinweis: ,,Achtung Paddler, Kanutreppe nach 50 Metern links, Rastplatz und Einkaufsmöglichkeiten". An hohen Mauern - dahinter soll die alte Fürstenberger Burg liegen - vorbei ging es dann weiter Richtung Schwedtsee. Vorher konnten wir noch den großzügig angelegten Wasserwanderer-Rastplatz bewundern; da gibt es sogar Bootsständer, auf denen Boote abgeschlossen gesichert werden können, so dass man beruhigt seine Einkäufe in den wenige Minuten entfernt liegenden Geschäften tätigen kann. Zu einem kleinen Rundgang im Zentrum, einen Blick in die Kirche mit seiner bemerkenswerten Innengestaltung reichte es dann auch noch.

Auch wenn unser Kurs in Richtung Stolpsee lag, so machten wir doch noch einen kleinen Schwenk nach Nordosten. Als dunkle Schatten zogen die Mauern des ehemaligen Konzentrationslagers Ravensbrück und das Ehrenmal am Seeufer an uns vorbei. Wenig später begegnete uns an der Eisenbahnfähre zum ehemaligen KZ wieder die Vergangenheit. Fürstenberg ist nicht nur eine der schönsten Wasserstädte. Sie ist auch ein Ort des Erinnerns und Gedenkens: des Erinnerns an das, was einmal geschah; des Gedenkens der Menschen, denen es geschah - ein einzigartiger ,,Lernort", das aufgeschlagene Buch unserer jüngeren Geschichte. Fragen dazu sollten uns noch bis spät in die Nacht beschäftigen.

Der heftige Wind auf dem Stolpsee ließ bei den Seekajakern unter uns Erinnerungen an Touren an fernen Meeresküsten lebendig werden. Ohne unsere Spritzdecken wäre es wohl ein feuchtes, wenn nicht gar ein kurzes ,,Vergnügen" geworden. Himmelpfort war dann auch eher die Pforte zum Himmel, aus der diesmal nicht der Weihnachtsmann, sondern der Regen kam. Auch wenn wir weder den Kräutergarten noch die Klosterruine sahen, allein schon wegen des delikaten Räucherfischs zum Abendessen wird dieser freundliche Ort uns in guter Erinnerung bleiben. Lychen sollte dann unser nächstes Ziel sein, aber Wind und Regen trieben uns wieder in den Schutz der Woblitz zurück, deren schluchtenartige und wilde Uferpartien wir eher in Kanada oder Sibirien erwartet hätten als einige Kilometer östlich von Fürstenberg. Die angekündigten und uns fest versprochenen Eisvögel bekamen wir leider nicht zu sehen. Wir müssen wohl noch einmal wiederkommen.

 
Ulmer Paddler erfolgreich beim Winter-Elbe-Marathon in Dresden PDF Drucken
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Kerstin Rümke und Jürgen Kastner stellten sich wie im vergangenen Jahr der Herausforderung im Wettkampf auf der Elbe. 35 km mussten bewältigt werden von Bad Schandau bis Dresden-Laubegast.

Beide Athleten konnten dabei überlegen in ihren Altersklassen die ersten Plätze vom Vorjahr verteidigen. Das gute Wintertraining auf der Donau zahlte sich aus, zumal am Wettkampftag ein sehr starker Gegenwind über die gesamte Strecke den Teilnehmern viel abverlangte. Unter diesen Bedingungen waren alle froh, dass die Elbe mit einem Pegel von drei Metern leichtes Hochwasser führte - auch wenn das stetig steigende Wasser dazu führte, dass die Autos vor dem Clubhaus gleich zweimal umgeparkt werden mussten ...



 
1000-Seen-Marathon 2010 PDF Drucken
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Die fünfte Auflage des 1000-Seen-Marathons war für alle Teilnehmer ein großer Erfolg. Trotz widriger Wetterbedingungen erreichten alle Ulmer Paddler das Ziel - und verbrachten anschließend noch eine wunderschöne Woche auf der Mecklenburgischen Seenplatte. Wie schon im Vorjahr durften wir wieder die einmalige Gastfreundschaft von Ulrich Kasten in Fürstenberg am Röblinsee genießen, er zeigte uns seine Wahlheimat von der schönsten (Boots-)Seite und präsentierte uns jeden Tag aufs Neue abwechslungsreiche und landschaftlich wunderschöne Genusstouren.

Ergebnisse und Bilder vom 1000-Seen-Marathon findet ihr hier auf der Homepage des Veranstalters.

Ein ausführlicher Bericht mit eigenen Bildern folgt bald.

Die Ergebnisse der Ulmer Paddler:

Halbmarathon (21 km):
Petra Mang: 2h 49min, Platz 2 gesamt von 12, Platz 1 in ihrer Altersklasse
Manuela Franke: 3h 20min, Platz 5 gesamt von 12, Platz 2 in ihrer Altersklasse
Ulrich Kasten: 2h 49min, Platz 27 gesamt von 42, Platz 10 in seiner Altersklasse

Marathon (42 km):
Kerstin Rümke: 5h 59min, Platz 3 gesamt von 7, Platz 2 in ihrer Altersklasse
Klaus Weigl: 5h 38min, Platz 25 gesamt von 59, Platz 5 in seiner Altersklasse
Jürgen Kastner: 5h 39min, Platz 27 gesamt von 59, Platz 22 in seiner Altersklasse
 
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