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Basis-Stufe - Weißes Paddel

Den EPP in der Stufe des Weißen Paddels erhalten Personen, die das erste Mal Kanusport betrieben haben. Es handelt sich um eine optionale Qualifikation.

Voraussetzungen:
Die  Teilnehmer  müssen  versichern,  dass  sie  schwimmen  können  und  dass  keine gesundheitlichen  Umstände  bekannt  sind,  die  die  Ausübung  des  Kanusports  beeinträchtigen können. Sie füllen eine Erklärung zur Sportgesundheit und zum Haftungsausschluss aus. Bei Minderjährigen ist die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten erforderlich.

Bootsmaterial:
Kajak oder Canadier (Einer oder Zweier)

Revier:
Nur Zahmwasser Typ I

Kenntnisse und Fähigkeiten:
Folgende Kenntnisse und Fähigkeiten müssen vorhanden sein:

Ausrüstung:
- Zweckmäßige Bekleidung für das Kanufahren
- Richtige Mitnahme von Ersatzkleidung (wasserdichte Behälter)
- Sicherung von Brillen
- Sicherung von Wertgegenständen (z.B. Fotoapparat)
- Sonnenschutz

Technik:
- Richtiges Tragen eines Bootes
- Richtiger Ein- und Ausstieg
- Bogenschlag vorwärts und rückwärts
- Pflege des Bootes nach dem Gebrauch

Sicherheit:
- Bedeutung von Auftriebskörpern
- Tragen von Schwimmwesten
- Verhalten nach Kenterungen

Umwelt:
- Grundregeln des natur- und landschaftsverträglichen Kanufahrens  

Praktische Prüfung:
Eine  praktische  Prüfung  ist  nicht  vorgesehen.  Es  reicht  die  Teilnahme  an  einer  geführten Kanufahrt.

Europäischer Paddel-Pass (EPP)

Der Europäische Paddel-Pass (EPP) ist im Kanusport als Befähigungsnachweis gedacht und nicht als eine art Führerschein. Ursprünglich wurden 6 Stufen festgelegt.
- Basis-Stufe - Weißes Paddel
- Stufe 1 - Gelbes  Paddel
- Stufe 2 - Grünes Paddel
- Stufe 3 - Blaues Paddel
- Stufe 4 - Rotes Paddel
- Stufe 5 - Schwarzes Paddel (wird z.Zt. nicht vergeben)
Die ersten 3 Stufen sollten Gundkenntnisse Rund um den Kanusport vermitteln und sind allgemein gehalten.
Ab der Stufe 3 gibt es einen allgemeinen Teil und einen speziellen für Wildwasser und Küste.

Ursprünglich wurde der EPP von sechs europäischen Kanu-Verbänden erarbeitet (Frankreich, Großbritannien, Irland, Dänemark, Schweden und Slowenien). Im Jahre 2006 kam der Deutsche Kanu-Verband dieser Arbeitsgruppe hinzu. Der EPP sollte europaweit vergleichbare Ausbildungsstandards festlegen. 
Mit erfolgreichem Abschluß der Prüfung erhält der Teilnehmer einen Nachweis darüber in form einer Urkunde und einem "Begleitschein" zur Mitnahme. Dieser Nachweis könnte künftig als Voraussetzung dienen um bestimmte Gewässer befahren zu dürfen.
Der DKV sieht den EPP als Chance für Kanuten selbst ihren Ausbildungsstand zu überprüfen und ggf. zu verbessern. Paddelvereinen soll er die Möglichkeit bieten mit entsprechenden Angeboten neue Mitglieder zu werben.

 

Stufe 1 - Gelbes Paddel

Der  EPP-Stufe  1  ist  der  Nachweis  grundlegender  Fähigkeiten  und  Kenntnisse  in Bootsbeherrschung,  Sicherheitsfragen   und   naturverträglichem   Verhalten   im   Kanusport.  Er  wird  an  Personen  vergeben, die  praktischen  Kontakt mit  Kanusport hatten und Grundkenntnisse für Wanderfahrten auf Zahmwasser erlernt haben.

Voraussetzungen:
Die  Teilnehmer  müssen  versichern,  dass  sie  schwimmen  können  und  dass  keine gesundheitlichen  Umstände  bekannt  sind,  die  die  Ausübung  des  Kanusports  beeinträchtigen können. Sie füllen eine Erklärung zur Sportgesundheit und zum Haftungsausschluss aus. Bei Minderjährigen ist die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten erforderlich.

Bootsmaterial:  
Kajak oder Canadier (Einer oder Zweier)

Revier:
Nur Zahmwasser Typ I oder II

Kenntnisse und Fähigkeiten:  
Folgende Kenntnisse und Fähigkeiten müssen vorhanden sein:

Ausrüstung:  
- Kontrolle der Ausrüstung vor der Fahrt
- Auswahl des richtigen Bootes
- Wahl der richtigen Schwimmweste und deren vorschriftsmäßiges Anlegen  
- Einstellung der Fußstütze  
- Berücksichtigung von Auftriebskörpern  
- Zweckmäßige Bekleidung für das Kanufahren  
- Richtige Mitnahme von Ersatzkleidung (wasserdichte Behälter)  
- Sicherung von Brillen und Wertgegenständen (z.B. Fotoapparat)  
- Sonnenschutz  

Technik:  
- Richtiges Tragen eines Bootes  
- Richtiger Ein- und Ausstieg  
- Richtige Paddelhaltung und -führung
- Grundschlag und Bogenschlag: vorwärts und rückwärts
- Drehen des Bootes um 360° auf der Stelle mittels Bogenschlag (im Uhrzeiger-sinn und entgegengesetzt)
- Geradeausfahren über eine Strecke von 50 m
- Anhalten des Bootes während der Fahrt (in der Strömung)
- Rückwärtspaddeln über eine Strecke von 25 m
- Paddeln einer liegenden Figur-8 mit Grund- und Bogenschlägen
- Seitliches Versetzen des Bootes mittels Ziehschlag
- Prüfung der Kippstabilität des Bootes mittels Ankanten, flache Paddelstütze (Vermeidung von Kenterungen)
- Richtiges Anlanden (abhängig von Wind, Strömung und Uferverhältnissen)
- Kontrolliertes Aussteigen bei Kenterung  
- Selbstrettung und Bergung von Boot und Material nach Kenterung
- Pflege des Bootes nach dem Gebrauch

Sicherheit:  
- Bedeutung von Auftriebskörpern  
- Tragen von Schwimmwesten  
- Beachtung von Gefahren bei Wanderfahrten bzw. deren frühzeitiges Erkennen
- Erste Informationen über Fahrten auf Binnenschifffahrtsstraßen  
- Grundkenntnisse über den Bootstransport auf dem PKW
- Grundzüge der Fahrtenvorbereitung mit Hilfe von Flussführern, Karten, Pegeldiensten und Wetterbericht  

Umwelt:  
- Berücksichtigung von Befahrungsregelungen  
- Richtige Auswahl von Ein- und Ausstiegsstellen  
- Verhalten auf dem Wasser, insbesondere gegenüber anderen Nutzern  
- Grundregeln des natur- und landschaftsverträglichen Kanufahrens

Stufe 3 - Blaues Paddel


Den  EPP-Stufe  3  erhalten  Personen,  die  das  Kanufahren  auf  Zahmwasser  bereits erlernt  haben  und  ihre  Kenntnisse  nunmehr  soweit  vertieft  haben,  dass  sie  besser gerüstet  an  mäßig  schwierigen  Fahrten  auf  Wildwasser  bzw.  an  der  Küste  teilnehmen können.

Voraussetzungen
Die  Teilnehmer  müssen  versichern,  dass  sie  sicher  schwimmen  können  und  dass keine  gesundheitlichen  Umstände  bekannt  sind,  die  die  Ausübung  des  Kanusports beeinträchtigen können. Sie füllen eine Erklärung zur Sportgesundheit und zum Haftungsausschluss aus, bei Minderjährigen ist die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten erforderlich.
Der Besitz des EPP-Stufe 2 ist Voraussetzung!  

Bootsmaterial
Kajak oder Canadier (soweit für den jeweiligen Gewässertyp geeignet)

Revier
Wildwasser II bzw. Küste I bis II

Vergabe des EPP
Der  EPP-Stufe  3  wird  durch  die Teilnahme und  Erfüllung  der  Anforderungen  in  entsprechenden  Kursen  der  DKV-Kanu-Vereine  oder  durch Teilnahme  an  einer  Prüfungsfahrt  der  DKV-Kanu-Vereine  unter  Nachweis  der geforderten  Kenntnisse  erworben.  Kurse  und  Prüfungsfahrten  müssen rechtzeitig  vorab  und  mit  Angabe  des verantwortlichen    Kursleiters in    der    DKV-Termindatenbank    eingetragen sein (www.kanu.de > Service > Termine > Termin eintragen).
Der   verantwortliche   Leiter   der   Kurse   bzw.   Fahrten   muss   mindestens   DKV-Fachübungsleiter sein.  
Die  Bescheinigung  über  die  erfolgreiche  Teilnahme  an  einer  geführten  Kanufahrt bzw.  einer  entsprechenden  Ausbildung  erfolgt  durch einen  speziellen  Nachweis (EPP-Ausweis in Blau).


I. Wildwasser
Ausrüstung
Kontrolle der Ausrüstung vor der Fahrt:
- Auswahl des Bootstyps und Paddels
- Wahl der passenden Schwimmweste und ihr adäquater Gebrauch  
- Kopfschutz
- Einstellung der Fußstütze
- Auftrieb sicherstellen  
- Wurfsack
- Spritzdecke
- Geeignete Schutzkleidung

Technik
- Kenntnis von Aufwärmübungen
- Ein- und Aussteigen
- An- und Ablegen
- Paddelstütze
- Grundschläge, so dass ein zielgerichtetes Fahren möglich ist (vorwärts, rückwärts, Bogenschlag und Ziehschlag)
- Stoppen
- Ein- und Ausschlingen (aktives Kehrwasserfahren)
- Vorwärtstraversieren
- Befahrung kleiner Walzen

Sicherheit
- Kontrollierte Kenterung mit Bergung von Boot und Paddel
- Entleeren des Bootes ohne Fremdhilfe
- Eskimotieren (auf einer Seite)
- Kenntnisse der Handzeichen im Wildwasser
- Kenntnisse von Gefahrenerkennung bei künstlichen und natürlichen Hindernissen
- Richtiger Bootstransport auf dem PKW
- Kenntnisse der Fahrtenvorbereitung mit Hilfe von Flussführern, Karten, Pegeldiensten und Wetterbericht
- Verwendung des Wurfsacks

Umwelt
- Grundkenntnisse über mögliche Störwirkungen des Kanusports und die sich daraus ergebenden Verpflichtungen bei der Fahrtenplanung.

 

II. Küste
Allgemeine Voraussetzung
EPP 2 (Ausnahme für DKV-Mitglieder s.o.)

Kondition
- 3 Std. Paddeln bei Küste I-II im Einer-Kajak mit 2 kurzen Pausen, ca.15 km
- WFA Bronze (oder 500 km) im letzten Jahr

Erfahrungen
- 1 Gepäckfahrt auf einem Küstengewässer (ca. 30 km) in den letzten 2 Jahren
- Nachweis: 1-seitige Tourenskizze (Revier, Start-/Pausen-/Zielort, km, Zeitdauer, Datum, Gruppengröße)

Prüfungsablauf Praktische Prüfung während einer Ausbildungsfahrt im seetüchtigen Einer-Kajak bzw. Einer-Faltboot (FI). Der Ausbilder/Prüfer entscheidet über personelle als auch materielle Voraussetzungen

Prüfungsbedingungen
- Tagesfahrt (mind. 15 km) bei Küste I -II
  Wind: moderat und mindest. während 2 Std. bei 3-4 Bft.
  Wellen: minimal ca. 30 cm
  Strom: nicht nötig

Prüfungsinhalt: Kenntnisse / Fähigkeiten / Ausrüstungen entsprechend der für EPP-3 vorgegebenen Gewässerschwierigkeiten

Ausrüstung: Auswahl, Überprüfung und Beurteilung der für das Seekajakfahren erforderlichen Ausrüstung
- doppelte Abschottung (bei Faltbooten (FI): Kajaksocken / Auftriebskörper in Bug, Heck bzw. an den Seiten)
- Lenzpumpe (fest installiert, notfalls lose)
- Schwimm-/Rettungsweste
- Fuß-/ Hüft-/Schenkelhalt
- festsitzende Spritzdecke
- kpl. Schutzkleidung (Wind/Nässe/Kälte)
- kpl. Sonnenschutz
- Karte & Kompass
- Kartendeck
- Paddelsicherungsleine
- Rettungshalteleine
- Schleppleine,
- Seenotsignalmittel (Signalpfeife/Nebelhorn, pyrotechnische Tag/Nachtsignale, Rauch- Magnesiumfackel) ggf. Seenotrakete
- Reservekleidung
- ggf. Seefunk, Handy
- Essen & Trinken
- Reparaturmaterial (Gewebeband; Reservematerial je nach Boot: ggf. f. Steuerung, Werkzeug und Reparatur Material)


Technik: Für das Küstenkanuwandern relevante Seemannschaft, saubere und steile Paddeltechnik plus flache Technik für Starkwind + Aufwärmübungskenntnisse

Aufwärmübungen

Bootstrimm


Starten

- Robbenstart
- und/oder andere Startform nach Örtlichkeit

Paddeltechnik
- Vor-/Rückwärts-Schlag
- Bogen-/Ziehschlag
- Stopp-Schlag
- Bug- und Heckruder
-  Paddelstütze (flach/ hoch)
- Wriggen
- Kehrwasserfahren, sofern möglich
- Surfen (bei moderaten Bedingungen)
- Päckchenbildung

Sicherheit (Praxis): Beherrschung mehrerer für das Küstenkanuwandern notwendiger Rettungstechniken inkl. Kenntnisse des sicheren Bootstransports
- Schleppmethoden Solo-/V-Schlepp
- Lenz-Methoden TX /plus zus. 2 Methoden bei Kajak; Ersatzübung bei FI
- Wiedereinstiegs-Methoden V-/Parallel-Einstieg; mit /ohne Hilfe d. Seil
- Eskimorettung
- Rolle: einseitig mind. bei Flachwasserbedingungen; bei FI über 65 cm Breite ersatzweise Solo-Wiedereinstieg (bei 3 Bft., ohne Zögern)
- Bootstransport PKW/Bootswagen/Hand

Sicherheit (Theorie): Beherrschung aller für das Küstenkanuwandern notwendigen Kenntnisse über Seemannschaft, Verkehrsvorschriften, Gezeiten-, Navigations- und Wetterkunde
- Seetüchtigkeit (Begriffserklärung)
- Handsignale (Küste)
- See-Wetterbericht
- Fahrvorbereitung mit See-/Topokarte
- Auswahl von Start-/Anlandeplätzen
- Kompassarbeit
- Gezeiten (Hoch-/Niedrigwasserzeit)
- Seezeichen (laterale/kardinale; Pricken/Tonnen, feste Seez.)
- Verkehrsvorschriften (Vorfahrt-/Ausweichregeln)
- Gewässerschwierigkeiten (Windstärke; auf-/ablandiger Wind; Windsee/Dünung; Brandung/Grundseen/Kreuzseen/ Stromkabbelung; Untiefen/Hindernisse; Steil-/Felsküsten; Wind gegen Strom; See-/Landwind; Nebel/Dunkelheit; Gewitter; Schiffsverkehr)
- Erste-Hilfe
- Seenotrettung (DGzRS/MRCC-Bremen)
- Wellentheorie.
- Kälteprobleme (Kälteschock/Unterkühlung; Folgen/Vorbeugung, Maßnahmen)
- Bootsreparatur (Bootskörper/Steuer bzw. Skeg)

Umwelt: Kenntnis von Störwirkungen  auf Tiere/ Pflanzen/ Mitmenschen
- Grundkenntnisse über: Naturschutzvorschrift; Abstandsregeln; Auswahl geeigneter Ein-/Ausstiegsstellen; Rundtouren; Befahrens-/Übernachtungsregeln. Einsteigerkenntnisse über Landschaft, Natur und Kultur sowie Geschichte; Revierkenntnis; Karteninterpretation

Stufe 4 - Rotes Paddel

Die  Stufe  4  des  EPP erhalten  Personen,  die  die  Grundkenntnisse  des  Kanufahrens auf Wildwasser bzw. an der Küste beherrschen und ihre Kenntnisse vertieft haben.

Voraussetzungen
Die  Teilnehmer  müssen  versichern,  dass  sie  sicher  schwimmen  können  und  dass keine  gesundheitlichen  Umstände  bekannt  sind,  die  die  Ausübung  des  Kanusports beeinträchtigen können. Sie füllen eine Erklärung zur Sportgesundheit und zum Haftungsausschluss aus.
Der Besitz des EPP-Stufe 3 ist Voraussetzung!  

Bootsmaterial
Kajak oder Canadier (soweit für den jeweiligen Gewässertyp geeignet)

Revier
Wildwasser bis III bzw. Küste bis III

Vergabe des EPP
Der  EPP-Stufe  4  wird  durch  die Teilnahme und  Erfüllung  der  Anforderungen  in  entsprechenden  Kursen  der  DKV-Kanu-Vereine  oder  durch Teilnahme  an  einer  Prüfungsfahrt  der  DKV-Kanu-Vereine  unter  Nachweis  der geforderten  Kenntnisse  erworben.  Kurse  und  Prüfungsfahrten  müssen rechtzeitig  vorab  und  mit  Angabe  des verantwortlichen    Kursleiters in    der    DKV-Termindatenbank    eingetragen    sein (www.kanu.de > Service > Termine > Termin eintragen).
Der verantwortliche Leiter der Kurse bzw. Fahrten muss mindestens DKV-Kanulehrer und als Ausbilder im Bereich Wildwasser bzw. Küste tätig gewesen sein.  
Die  Bescheinigung  über  die  erfolgreiche  Teilnahme  an  einer  geführten  Kanufahrt bzw.  einer  entsprechenden  Ausbildung  erfolgt  durch einen  speziellen  Nachweis (EPP-Ausweis in Rot).

Kenntnisse und Fähigkeiten
Die bei Erwerb der 3. Stufe des EPP verlangten Kenntnisse und Fähigkeiten müssen vorhanden sein. Weiter wird verlangt:


I. Wildwasser

Ausrüstung:
- Die individuell erforderliche Ausrüstung auswählen und überprüfen

Technik
- Praktizieren von einfachen WW-Aufwärmübungen
- Ein- und Aussteigen an schwierigen Stellen (verschiedene Methoden)
- Ziehschlag und Wriggen
- Kehrwasserfahren
- Vor- und rückwärts traversieren
- Sichere Selbstrettung
- Eskimotieren (beidseitig)
- Kenntnisse von Fahrtenplanung unter Verwendung von Pegeldiensten, Flussführern, Karten und Wetterdienst
- Ankanten des Bootes für einen spielerischen Umgang mit der Strömung

Sicherheit
- Retten und Bergen unter Verwendung des Wurfsacks
- Kenntnisse der 1. Hilfe, insbesondere bei Unterkühlung
- Kenntnisse über Wind- und Wetterbeurteilung
- Strömungsformen beurteilen können
- Sicherer Transport von Booten auf PKW und Bootsanhänger

Umwelt
- Kenntnisse über mögliche Störwirkungen des Kanusports und die sich daraus ergebenden Verpflichtungen  

 

II. Küste (wid z.Zt. von den Ulmer Paddler nicht angeboten)
Allg. Voraussetzung
EPP 3 (Ausnahme für DKV-Mitglieder s.o.)

Kondition
- 4 Std. Paddeln davon mind. 2Std. bei 4 Bft. im Einer-Kajak mit 3 s. kurzen Pausen, ca. mind. 20 km
- WFA Silber oder mind. 700 km im letzten Jahr

Erfahrungen
- 2 Gepäckfahrten auf unterschiedlichen Küstengewässern (je ca. 30 km) in den letzten 3 Jahren
- Nachweis: Dokumentation je Tour eine 1-seitige Tourenskizze (Revier, Start-/Pausen-/Zielorte, km, Dauer, Datum, Gruppengröße)

Prüfungsablauf: Praktische Prüfung während einer Ausbildungsfahrt im seetüchtigen Einer-Kajak. Der Ausbilder/Prüfer bestimmt, welche Kanuten zur Ausbildungsveranstaltung zugelassen werden und mit welcher Ausrüstung sie zur Prüfungsfahrt antreten; Nachprüfung!

Prüfungsbedingungen
- Gepäcktour:mind. 2-Tage (mind. 40 km) bei Küste II –III
- Wind: kurzzeitig bis 5 Bft., mind. 2 Std. bei 4 Bft.
- Wellen: kurzzeitig bei mindestens 40, (bis 75 cm)
- Strömung: ist erforderlich: über 1,5 kn zeitweise

Prüfungsinhalt: Sind Kenntnisse bzw. Fähigkeiten zu folgenden Themen vorhanden, und zwar in Bezug auf die für EPP-4 vorgegebenen Gewässerschwierigkeiten ?

Ausrüstung: Auswahl, Überprüfung und Beurteilung der für das Seekayakfahren erforderlichen Ausrüstung
- Kopfschutz (Brandung)
- Neopren-Kappe (bei Kälte)
- Reservepaddel
- Barometer
- Radio
- Stirnlampe
- Schleppleine (für Päckchenschlepp)
- Rettungsdecke
- Seenotsignalfallschirmraketen

Technik: Beherrschung aller für das Küstenkanuwandern notwendigen Seemannschaft und Paddeltechniken
- Starten/Anlanden bei Brandung (vor-/rückwärts); an Spundwand/Fels;
- Effiziente fachgerechte Paddeltechniken
- Skeg-Paddel-Theorie Trimmen, Kanten; Heckruder
- Paddeln ohne Abdrift Vermeiden der „Hundekurve“. Seilfähre im Tidenstrom
- Brandungspaddeln von vorn/hinten/seitwärts; Surfen vorwärts

Sicherheit (Praxis): Beherrschung aller für das Seekajakfahren notwendigen Rettungstechniken
- Schleppen, Lenzen und Wiedereinsteigen
- Paddel-Float-Einstieg „Ausleger“- bzw. „Roll“-Variante (bei Flachwasserbedingungen)
  Solo-Wiedereinstieg (bei 4 Bft.)
- Päckchen Schlepp
- Rollen beidseitig ohne Zögern

Sicherheit (Theorie): Beherrschung aller für das Küstenkanuwandern notwendigen Kenntnisse über Seemannschaft, Verkehrsvorschriften, Gezeiten-, Navigations- Wetterkunde und Revierauswahl
Erste Hilfe auf See: Unterkühlung, Thermische Schäden, Seekrankheit, Körperliche Probleme d. Überanstrengung. Vorbeugung, Diagnose, Maßnahmen
- Wiederbelebung
- Wetterkunde Tiefs + Hochs (Windrichtung/Zugbahn); Warm-/ Kaltfront (Wolken/Wind/Temperatur); Gewitter/Nebel
- Gezeitenkunde Wasserstand (12er-Regel); Stromstärke; Stromkabbelung
- Navigationskunde Deckpeilung, Standlinienpeilung, Kreuzpeilung, Kollisionspeilung
- Revierauswahl (in Abhängigkeit der Gewässerschwierigkeiten Gewässerschwierigkeitsanalyse anhand der Seekarte;
- Fahrtenplanung 2 Tage auf Nordsee oder anspruchsvollem Ostseerevier mit Strom und zeitweise uferferner Fahrt.
- Hitzeprobleme Hitzeerschöpfung/Hitzschlag/Sonnenstich (Diagno-se/Folgen/Vorbeugung, Erste Hilfe)

Umwelt: Kenntnis der Tier- und Pflanzenwelt von Nord- und Ostsee (z.B.)
- Seeschwalbe, Lach-/Silbermöwe, Austernfischer, Rotschenkel
- Eiderente/Brandgans
- Kegelrobbe, Schweinswal
- Strandflieder, Queller Herzmuschel, Sandklaffmuschel
- Ohrenqualle, Kompassqualle